Bestattung / Todesfall

Von verstorbenen Gemeindemitgliedern nehmen wir nach christlichem Brauch in einem öffentlichen Gottesdienst und dem anschliessenden Gang auf den Friedhof Abschied. Bei Kremationen erfolgt die Urnenbeisetzung unmittelbar vor dem Gottesdienst oder einige Tage danach. Nach Wunsch der Angehörigen kann der Sarg bei der Trauerfeier mit dabei sein. 

Die Beisetzung kann auf dem Friedhof in Bösingen oder auf dem Friedhof in Fendringen geschehen. Der Trauergottesdienst findet in der Regel in der Arche statt, auf Wunsch auch in der katholischen Kirche.

Sobald die verstorbene Person in der Aufbahrungshalle Bösingen angekommen ist, wird die Totenglocke geläutet.

Die üblichen Zeiten für Bestattungen der reformierten Kirchgemeinde Bösingen sind Montag bis Freitag zwischen 13 Uhr und 15.30 Uhr.

Nach der Meldung des Todesfalls findet ein Gespräch zwischen den Angehörigen und dem Pfarrer / der Pfarrerin statt. Dabei werden die Details sowie die Uhrzeiten besprochen, jeweils in Absprache mit den Bestattern bzw. der Gemeinde Bösingen sowie der katholischen Pfarrei.

Für die Bestattung von Nichtmitgliedern bestehen besondere Bestimmungen, der Kirchgemeinderat hat dazu ein Gebührenreglement erlassen.

Die Kirchenordnung der ev.-ref. Kirche des Kantons Freiburg vom 01.03.2013 äussert sich in den Artikeln 42-46 dazu (Auszug):

Bedeutung Artikel 42
Beim Trauergottesdienst versammelt sich die Gemeinde, um
den Leidtragenden ihre Anteilnahme zu bezeugen und sich auf
das tröstende Wort des Evangeliums zu besinnen. Die Pfarrerin
oder der Pfarrer steht den Angehörigen vor und nach dem
Trauergottesdienst seelsorgerlich zur Seite.
 
Recht auf Trauergottesdienst Artikel 43

1.   Alle Mitglieder einer evangelisch-reformierten Kirche haben
Anspruch auf einen Trauergottesdienst. 
2.   Für Verstorbene, die keiner evangelisch-reformierten Kirche
angehört haben, kann aus seelsorgerlichen Gründen ein
Trauergottesdienst durchgeführt werden. Beim Entscheid, der
von der Pfarrerin oder dem Pfarrer mit einem Mitglied des
Kirchgemeinderates gemeinsam getroffen wird, ist nicht nur dem
Wunsch der Angehörigen, sondern auch der Überzeugung der
oder des Verstorbenen Rechnung zu tragen.

Zeitliche Ansetzung Artikel 44
Die zeitliche Ansetzung für den Trauergottesdienst erfolgt in
Verbindung mit den Angehörigen innerhalb der gesetzlichen
Bestimmungen durch die Pfarrerin oder den Pfarrer. Die
Pfarrerin oder der Pfarrer orientiert die betroffenen
Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter.
 
Ort und Durchführung Artikel 45
1.   Der Trauergottesdienst wird am letzten Wohnort der oder
des Verstorbenen von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer dieser
Kirchgemeinde gehalten. Nach Absprache mit der zuständigen
Ortspfarrerin oder dem zuständigen Ortspfarrer sind Ausnahmen
möglich. 
2.   Der Trauergottesdienst findet vor versammelter Gemeinde,
wenn möglich in der Kirche, statt. 
3.   Der Trauergottesdienst wird schlicht und für alle
Verstorbenen gleich gestaltet. Alle Mitwirkenden haben den
gottesdienstlichen Charakter der Feier zu beachten. Der
Kirchgemeinderat unterstützt Pfarrerinnen oder Pfarrer und
Kirchenmusikerinnen oder Kirchenmusiker in diesen
Bestrebungen. 
4.   Auch bei Kremationen findet der Trauergottesdienst wenn
möglich in der Kirchgemeinde des Wohnorts statt. Es wird nur
ein öffentlicher Trauergottesdienst durchgeführt. 
5.   Der Kirchgemeinderat kann Regeln für den
Trauergottesdienst aufstellen.