Taufe

Sie wollen ihr Kind bei uns taufen lassen? Wir freuen uns darauf. Denn mit der Taufe werden die Täuflinge in die Gemeinschaft aller Christinnen und Christen aufgenommen. Normalerweise Regel findet eine Taufe im Rahmen eines Gemeindegottesdienstes statt.
Für die Eltern ist die Taufe die Gelegenheit, für das Kind zu danken und sein Leben unter Gottes Segen zu stellen. Sie bringen damit auch ihren Willen zum Ausdruck, ihr Kind auf dem Lebensweg zu begleiten und zusammen mit den Paten es auf dem Weg durch das Leben und auf dem Glaubensweg zu unterstützen und für es da zu sein.

Wir haben in Bösingen keine speziellen Taufgottesdienste, in beinahe jedem unserer Gottesdienste ist eine Taufe denkbar. Zur Taufe bekommt der Täufling als Geschenk eine Taufkerze, nach der Taufe einen Taufschein.

Die Kirchenordnung der ev.-ref. Kirche des Kantons Freiburg vom 01.03.2013 äussert sich in den Artikeln 19-27 dazu (Auszug):

Bedeutung Artikel 19
Das Sakrament der Taufe ist das von Gott gegebene Zeichen
der Aufnahme in den Bund, den er in Jesus Christus mit den
Menschen geschlossen hat. Sie bestätigt den Getauften, dass
Gottes Liebe auch ihnen gilt und dass sie zur Gemeinde Jesu
Christi gehören. 
 
Einmaligkeit Artikel 20

Die Taufe ist ein einmaliger Akt, der in jedem Alter vollzogen
werden kann. Er wird vertieft durch einen lebenslangen Prozess.
Die Kirche erinnert deshalb ihre Mitglieder immer wieder an ihr
Getauftsein und ihre Berufung. Im Einklang mit oekumenischen
Vereinbarungen wird die in einer anderen christlichen Kirche
empfangene Taufe anerkannt.

 

Taufbitte Artikel 21
1.   Wer sich zum christlichen Glauben bekennen und zur
Kirche gehören will, kann die Taufe erbitten.  
2.   Die Eltern können die Taufe für das minderjährige Kind
erbitten, wenn sie bereit sind, dieses im christlichen Glauben zu
erziehen, im kirchlichen Unterricht zu unterstützen und zur
Teilnahme am Leben der Gemeinde zu ermuntern.  
3.   Mündige Patinnen und Paten können gewählt werden, um
die Eltern in ihrer Aufgabe zu unterstützen. Sind die Paten nicht
Mitglied einer reformierten Kirche, dann muss mindestens ein
Elternteil Mitglied der Evangelisch-reformierten Kirche sein.  
4.   Die Gemeinde weiss sich für die Täuflinge verantwortlich. 

 

Vorbereitung Artikel 22
1. Die Anmeldung zur Taufe erfolgt durch den Täufling oder bei
Minderjährigen durch deren Eltern beim Pfarramt des Wohnortes
mindestens 2 Monate vor dem vorgesehenen Tauftermin. Die
Pfarrerin oder der Pfarrer führt mit dem Täufling, wenn nötig mit
dessen Eltern, vor der Taufe ein Gespräch über die Bedeutung
der Taufe.  
2.   Die Taufe Erwachsener setzt einen Taufunterricht, die
Kindertaufe eine Vorbereitung mit den Eltern voraus. Der
Kindertaufe hat ein Glaubensunterricht zu folgen.  

 

Vollzug Artikel 23
1.   Die Kirche tauft im Auftrag Jesu Christi, nach
Matthäus 28, 19 "auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes", mit Wasser und mit der Bitte um den
Heiligen Geist. 
2.   Die Taufe wird im Gottesdienst der versammelten
Gemeinde und vor wenigstens 2 Taufzeuginnen oder
Taufzeugen durch die Pfarrerin oder den Pfarrer vollzogen.
Wenigstens eine Taufzeugin oder ein Taufzeuge soll mündiges
Mitglied der Evangelisch-reformierten Kirche sein. Bei
Kindertaufen sind die Taufzeugen in der Regel mit Patin und
Pate identisch.
3.   Wenn aus seelsorgerlichen Gründen ausserhalb des
Gottesdienstes getauft werden muss, bezeugt die Anwesenheit
von Kirchgemeinderätinnen und Kirchgemeinderäten die
Verbundenheit mit der Gemeinde. 
4.   Mit einer Gottesdienst-Stellvertretung Beauftragte dürfen
eine Taufe nur im Einverständnis mit der Ortspfarrerin oder dem
Ortspfarrer vollziehen. 
5.   Wenn die mit der Stellvertretung beauftragte Person nicht
zum Pfarramt ordiniert ist, kann sie die Taufe nur mit einer
Bewilligung des Synodalrates vollziehen. Eine solche
Bewilligung muss zeitlich und örtlich beschränkt sein und ist
nicht übertragbar.

 

Auswärtige Taufen Artikel 24
Die Taufe kann ausnahmsweise in einer anderen Kirchgemeinde
oder anderen reformierten Kirche stattfinden. Der Pfarrerin oder
dem Pfarrer des Wohnortes wird die Taufe vorangezeigt und
nach dem Vollzug zum Eintrag ohne Ziffer ins Taufregister des
Wohnortes mitgeteilt. 

 

Taufschein und Taufregister Artikel 25
1.   Die Taufe wird mit einem von der Pfarrerin oder dem Pfarrer
ausgestellten Taufschein bestätigt und im Taufregister jener
Kirchgemeinde eingetragen, in der sie stattgefunden hat. Diese
Dokumente können später nur abgeändert werden, wenn der
Eintrag im Zivilstandsregister geändert wurde. Vorbehalten bleibt
Absatz 3 und Absatz 5.  
2.   Taufzeuginnen und Taufzeugen können im Taufregister und
im Taufschein später nicht gestrichen werden.  
3.   In begründeten Fällen können nachträglich weitere
Patinnen und Paten berufen und im Taufregister eingetragen
werden.  
4.   Nachträglich berufene Patinnen und Paten können
anlässlich eines Gottesdienstes in ihre Aufgabe eingesetzt
werden.  
5.   Ehemalige Patinnen und Paten können im Taufregister
gestrichen werden.  

 

Darbringung Artikel 26
1.   Eltern, die ihr Kind nicht taufen lassen wollen, können es
darbringen. 
2.   In einer Darbringung wird ein Kind im
Gemeindegottesdienst dem Segen Jesu Christi anbefohlen.
Dabei versprechen die Eltern, für die Erziehung und
Unterweisung des Kindes im christlichen Glauben und zur
Teilnahme am Leben der Gemeinde zu ermuntern besorgt zu
sein. 
3.   Jeder Darbringung hat ein vorbereitendes Gespräch der
Pfarrerin oder des Pfarrers mit den Eltern vorauszugehen. 
4.   Die Darbringung ist so zu gestalten, dass der Unterschied
zur Kindertaufe klar zum Ausdruck kommt, namentlich ohne die
Verwendung des Zeichens des Wassers.